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  • tatjanaalt

Ehemalige, 03. Juni 2024




Am Montagmorgen staunten die Schüler und Schülerinnen als ein US-Soldat in ihrem Mathe-Kurs erschien. Es handelte sich um De Andre Thomas, der 2012/13 seinen Berufsorientierungsabschluss an der Brüder-Grimm-Schule gemacht hat und nun vorbeikam, um seine ehemaligen Lehrer und Lehrerinnen zu besuchen.

Schnell war die Neugier bei den Jugendlichen geweckt und sie fragten De Andre nach seinem Werdegang. Nach der Brüder-Grimm-Schule besuchte der zielstrebige junge Mann weiter die Eduard-Stieler-Schule und legte dort Haupt- und Realschulabschluss ab. Darauf folgte eine Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Auf die Frage, wie er zu diesem Beruf gekommen sei, berichtete De Andre, dass er als Kind immer zur Polizei hatte gehen wollen und als Hobby in der freiwilligen Feuerwehr gewesen sei. Dann habe er von der ehrenamtlichen Arbeit beim Roten Kreuz erfahren und die wöchentlichen Treffen dort besucht. Dort packte den heute 27-Jährige die Begeisterung für den Rettungsdienst, sodass er rückblickend 12 Jahre beim Roten Kreuz war.

Er habe jedoch den Wunsch gehabt, sich noch weiter auszuprobieren:

„Ich wollte sehen, was ich noch kann. Ich kann mehr.“

So kam der Wechsel zum Militär, bei dem er sich bis 2027 verpflichtet hat. Bei den Schüler und Schülerinnen kam die Frage auf, ob er als Soldat auf Menschen geschossen und eine Waffe habe. De Andre berichtete, dass es regelmäßig Schießtraining zur Selbstverteidigung gebe. Für ihn sei jedoch wichtig, Menschen zu helfen. Als man ihm nach der Eingangsprüfung verschiedene Laufbahnen vorschlug, entschied er sich deshalb für den Combat Medic – den Sanitätsdienst.

Sein Tagesablauf beginne mit dem Aufstehen um 6 Uhr, einer Stunde Sport und dann der Arbeit im Krankenhaus. Feierabend sei um 17 Uhr. De Andre ist in San Antonio, Texas stationiert und es gäbe in der siebtgrößten Stadt der USA vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Als die Schüler/innen fragten, ob Texas gefährlich sei, meinte De Andre:

„Man sieht viel Schlechtes, aber ich habe dort auch einige der freundlichsten Menschen getroffen, die ich je kennengelernt habe. Es gibt dort gute und schlechte Seiten – wie überall.“

In seiner Schulzeit habe er besonders die Ausflüge genossen und den 4-wöchigen Türkei-Aufenthalt mit der Brüder-Grimm-Schule. Zu guter Letzt ermutigte er die Schüler und Schülerinnen, ihre Schullaufbahn selbst in die Hand zu nehmen.

„Ein Förderschulabschluss ist ein Abschluss wie jeder andere auch. Du kannst darauf aufbauen.“

Das Gespräch führte Frau Horn

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